Die Klasse 6b zu Gast bei Markgraf Karl–Wilhelm in Karlsruhe

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Anlässlich des 300. Geburtstags der Stadt Karlsruhe besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b die badische Metropole.

Auf der Hinfahrt mit dem Zug fanden wir es erstaunlich, dass die Erwachsenen die mit Taschen belegten Plätze nicht freigaben und einige von uns deshalb leider stehen mussten. Glücklich angekommen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu unserem heutigen Ziel. Wir sind an der Pyramide vorbeigegangen, an der kleinsten Münzprägestelle Deutschlands und am Bundesverfassungsgericht, dem höchsten deutschen Gericht, das nicht öffentlich betretbar ist, videoüberwacht und von Polizisten gesichert.

Das große markgräfliche Schloss stand plötzlich vor uns. Es ist hellgelb, sehr groß, von weißen Figuren bekrönt und von zwei Wachhäusern flankiert.

Vor der Führung durften wir uns im Schlossgarten aufhalten. Es haben sich einzelne Gruppen gebildet. Die Jungengruppe hat Fangen und Räuber und Gendarm gespielt, eine Mädchengruppe hat Räder geschlagen und die andere hat mit dem Handy gespielt. Wir haben  uns alle prima verstanden. Schon hier wurden viele Fotos geschossen.

Räderschlagen Schlossturm Karl-Wilhelm

Die Führung über Karl Wilhelm (1679 – 1738) war sehr interessant (aber mit über einer Stunde arg lang und letztendlich taten einem die Füße weh). Es war toll, einige Informationen über den Markgrafen zu erhalten: in welcher Zeit er gelebt hatte, über seinen Kampf gegen die Osmanen und vieles andere mehr. Die Stationen waren gut aufgemacht und man erlebte das Leben Karl Wilhelms als wäre man selbst dabei gewesen. Dadurch weiß man jetzt, warum die Pyramide in Karlsruhe steht und warum es „Karlsruhe“ heißt.

Für den praktischen Teil hatte sich die Klasse schon im Voraus für das Thema Fächerbau entschieden. Zum einen nennt man Karlsruhe wegen seines Grundrisses Fächerstadt, zum anderen war es bei Hofe üblich, sich ohne Worte in der Fächersprache Botschaften zu übermitteln. Diese Aktion war ziemlich lustig und spannend. Es gab alle Farben von Tonkarton und man hatte freie Wahl wie man ihn verziert. Die Glitzersteinchen fand ich am besten. Am Anfang glaubte ich, wir schaffen es in dieser Stunde nicht und ich dachte, den kann man auch zu Hause fertig stellen. Doch später ist es ein viel schönerer Fächer geworden, als wenn man ihn zu Hause gebastelt hätte.

Fächer
Basteln
Basteln
Basteln Basteln Posieren

In der Stadt war es cool. Es war toll, dass wir Freigang ohne Lehrer hatten, in Geschäfte laufen durften oder in eine Pizzeria, zum Chinesen oder zu Mac Donalds. Wir haben schöne Sachen gekauft, die nicht so teuer waren. Dieser Teil war nun wiederum ein bisschen zu kurz.

Auf der Rückfahrt lümmelten wir erschöpft in unseren Sitzen, dachten über den Tag nach und schwatzten mit unseren Freunden.

 

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Text: Klasse 6b /Ulrike Engels, Fotos: Kai Friedmann (Panoramaaufnahme)/ Ulrike Engels, Web-AG: Benjamin W., 06/2015