Die Klasse 9c auf Lehrfahrt in Baden-Baden

Treffen mit Gerhard Richter und Guido Cantz

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Am Dienstag, den 22. März machte sich die Klasse 9c mit ihrem Klassenlehrer Herr Kettner und ihrer BK-Lehrerin Frau Engels auf zu einer Lehrfahrt nach Baden Baden.

Der erste Programmpunkt war das Kurhaus mit der Spielbank. Dieses denkmalgeschützte, von Jaques Bénazet gegründete, Casino war schön anzusehen mit seinen kunstvoll gestalteten Räumen, die von Pariser Innenarchitekten gestaltet wurden. Alle bestaunten die prächtigen Leuchter, die schönen Figuren und die eleganten Spieltische. So wunderte es niemanden, dass die Räume wegen des herrlichen Ambientes auch für Hochzeiten sehr beliebt sind.

Die Dame, die die Gruppe herumführte, erklärte die Geschichte von Baden-Baden und einige der Glücksspiele, z. B. Roulette und Black Jack. Die Schüler waren erstaunt, dass beim Roulette der Höchsteinsatz 10.000 Euro beträgt, spielen kann man aber schon ab 2 Euro. 55% des Umsatzes macht die Spielbank jedoch mit Automatenspielen, die hauptsächlich im Untergeschoss stattfinden.

Im Moment findet in den Räumen des Casinos die Ausstellung „Gutes böses Geld“ statt. Ein Paar getragene Socken, die ein Künstler in eine Vitrine gelegt hatte, fanden die Schüler lustig und verrückt. Eigentlich sind sie nicht viel wert, doch wenn sie jemand zur Kunst erklärt, sind sie auf einmal sehr wertvoll.

       

Spielen durften die Jugendlichen aus dreierlei Gründen natürlich nicht: Erstens geht der Spielbetrieb erst nachmittags los, zweitens sind sie noch keine 21 Jahre alt und drittens entsprach die Kleidung nicht dem Dresscode.

In der Mittagspause gingen die Schülerinnen und Schüler in mehreren Gruppen in die Fußgängerzone, um etwas zu essen. Beim Bummeln durch H&M trafen einige den Verstehen-Sie-Spaß-Moderator Guido Cantz, der sich gut gelaunt und geduldig mit allen ablichten ließ.

     

Das zweite Ziel war das Frieder Burda Museum. Dort wurden die jungen Besucher zunächst mit Kopfhörern ausgestattet. Der private Sammler Frieder Burda hatte den amerikanischen Architekten Richard Meier beauftragt, das Gebäude zu planen. Einigen Schülern gefiel die Schlichtheit des Gebäudes mit den großen Glasflächen, andere fanden es interessant, dass es keine Treppen, sondern nur Rampen gibt, manchen fiel auf, dass es Durchbrüche gibt, durch die man in die anderen Geschosse sehen kann und wieder andere fanden den riesigen Aufzug cool, in dem man auch große Gemälde transportieren kann.

Die Ausstellung „Birkenau“ von Gerhard Richter zeigte viele großformatige Bilder. Die Schüler fanden sie toll, aber auch sehr teuer. Die Führung war sehr informativ und abwechslungsreich gestaltet. Bei einem der abstrakten Gemälde wurde die Technik genauer angeschaut: Eine dickflüssige Farbe wird hier auf eine Plexiglasscheibe aufgetragen und mit ihr dann auf die Leinwand gestrichen. Dieser Vorgang wird mehrmals mit verschiedenen Farbtönen wiederholt. Zur weiteren Gestaltung drückt man dann die Kanten der Plexiglasscheibe auf das Bild, damit Spuren wie Linien entstehen. Als Höhepunkt und Abschluss betrachten die Schüler das Werk Birkenau, bei dem der Künstler vier Fotografien aus dem Vernichtungslager in mehreren Schichten übermalt hatte und hörten die packenden Erklärungen und die Gedanken, die sich der Künstler zu diesem Thema gemacht hat.

Mit vielen neuen Eindrücken machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg.

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Text: Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c und Ulrike Engels, Fotos: Svenja Kuttruff, Sarah Walter, U. Engels, Web-Publishing: O. Frietsch, 05/2016