Lehrfahrt der BK-Klasse 9c zum Frieder-Burda-Museum

„Kunst bedeutet nicht nur malen!“

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Am Dienstag, den 13. Dezember 2016, fuhren wir, die BK-Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c, zusammen mit unseren Lehrerinnen Frau Engels und Frau Flamm-Vorbach, nach Baden-Baden. Unser Ziel war das Frieder Burda Museum.

„Eine Kerze, womit verbindet ihr sie?“ „Mit Geburtstag, Party, Weihnachten, Gottesdienst, Taufe, Beerdigung...“. Die gut gelaunte Museumspädagogin gestaltete die Führung modern und kein bisschen langweilig. Sie führte uns zu fünf ausgewählten Ausstellungsstücken, animierte uns zum Mitdenken und ließ uns bei jedem Halt erst einmal unsere eigenen Gedanken formulieren. 

Schon beim ersten Exponat merkten wir, dass Kunst nicht nur malen bedeutet. Eine brennende Kerze wurde hier nämlich gefilmt und mit Hilfe von Röhrenprojektoren live auf zwei Wände projiziert, was schöne Lichtspiele in Regenbogenfarben ergab.

Bei der folgenden Installation mit dem Titel „Teleportation‘“ konnte man von optischer Täuschung reden: Denn obwohl nur eine brennende Kerze real zwischen einigen Glasplatten stand, sah man je nach Standort verblüffenderweise drei. „Wie funktioniert das?“ und „Wie kommt man auf so eine Idee?“ fragten wir uns hier und später.

Der Begriff Stillleben kam uns beim nächsten Halt in den Sinn. Das Werk war aber nicht gemalt. Es handelte sich um ein Foto, in dem durch eine stundenlange Belichtungszeit der Prozess des Abbrennens festgehalten wurde.

„Das ist wieder ein Foto“, dachte mancher Schüler und war dann sehr überrascht, dass bei dieser Installation eine echte Flamme hinter der dunklen Glasscheibe flackerte. Diese Arbeit faszinierte die meisten Schüler und wir verweilten lange.

 

Das Bild mit dem größten Format war ein weiterer Favorit: Mehrere Bildebenen (mit einem Gebirge, einem Strand, Bikinioberteilen, Pflanzen … und natürlich einer Kerze) waren hier vereint, was uns an die Arbeitsweise digitaler Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop oder Gimp erinnerte. „Sehr ansprechend fand ich hier die bunten Farben und die kreative Idee.“ , meinte eine Mitschülerin.

Auch das Museumsgebäude machte Eindruck auf uns. Von außen wirkt es modern, nobel und eher kompakt; so waren wir erstaunt, wie großzügig und weitläufig es von innen ist und trotz vieler Besucher Ruhe ausstrahlt. Einige der großen Flächen sind verglast, die übrigen weiß gestrichen.

Im Anschluss an den Museumsbesuch war Freizeit angesagt, die wir für einen Bummel über den Christkindelsmarkt oder für kleine Einkäufe in den Baden-Badener Geschäften nutzten. Wir schlenderten an der „lebendigen Krippe“ vorbei, warfen einige Blicke in die Schmuckstände und ließen uns schließlich an den Essbuden mit Langos, Apfelmus mit Zimt, Schupfnudeln mit Sauerkraut und Kinderpunsch verköstigen.

Fünf verlorene Schäfchen konnten glücklicherweise in sprichwörtlich letzter Sekunde von Frau Engels wieder gefunden werden, sodass alle - voll mit neuen Eindrücken - die Heimfahrt gemeinsam antreten konnten.

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Text: Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c und U. Engels; Fotos: U. Engels