22 Preise und 13 Lobe bei der Schulentlassfeier

Globalisierung verlangt immer mehr Engagement

Realschule Rheinmünster entließ 79 Prüflinge / Familiäre Atmosphäre war ausschlaggebend

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Mit einer Trilogie an feierlichen Veranstaltungen im Schwarzacher Münster, in der Festhalle und in der Schule entließ die Realschule Rheinmünster nach sechs Ausbildungsjahren mit einem sehr erfreulichen Gesamtnotenschnitt von 2,3 ihre 79 Absolventen mit der Mittleren Reife in die zukünftigen Ausbildungsgänge.

Die Schwarzacher Bildungseinrichtung im Schatten des romanischen Münsters eröffnete traditionell ihre Entlassfeierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst in der vollbesetzten, ehemaligen Klosterkirche. 

Pfarrer Stehlin, Pfarrerin Braun, die Religionslehrkräfte Anne Kary, Benjamin Koch und Nikolaus Krippl, sowie zahlreiche Entlassschüler gestalteten unter dem Motto „Wachsen wie ein Baum – Jahresringe eines Baumes“ mit Liedern, Fürbitten und Meditationen einen feierlichen Festgottesdienst, der durch die Atmosphäre des ehrwürdigen Münsters zusätzlichen Glanz erhielt. Die Sinzheimer Gruppe „Frühmessler“ stimmte  instrumental und vokal mit bekannter Kirchenmusik auf einen neuen Lebensabschnitt ein. Die Kollekte der Gottesdienstbesucher kommt, wie dies in Rheinmünster bei Schulabschlüssen Tradition geworden ist, der Partnerschule in Chancay (Peru) zugute.

 

Den zweiten Teil des Festaktes verlagerte man in die Schwarzacher Festhalle, die zu diesem Anlass nicht nur voll besetzt war, wie Realschullehrer Werner Hollenberger zur Begrüßung feststellte, sondern zahlreiche Ehrengäste, an der Spitze Bürgermeister Helmut Pautler, Ortschaftsräte, Rektoren und Lehrkräfte benachbarter Schulen, Elternbeiräte und viele ehemalige Lehrer der Schwarzacher Schule anzog.

 

Musikalisch begleitete die Bläsergruppe der Schule mit Musicalmelodien und Evergreens den Festabend. 

Die Bläsergruppe wurde gleich von drei Dirigenten geführt: Neben Realschullehrerin Nicole Ave und Realschullehrer Thomas Wertal war dies auch die Entlassschülerin Isabelle Fernahl, wofür ihr ausdrücklicher Dank ausgesprochen wurde.  

Besonders erfreulich für die Realschule ist immer wieder die Tatsache, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler den Weg über die ortsansässigen Musikvereine und über die Musikschule ins Rheinmünsteraner Schulorchester finden.

Mit dem Robbie Williams Song „Let me entertain you“ zeigte das Bläserensemble unter der Leitung von Thomas Wertal gleich das Motto des ganzen Abends auf.  

Rektor Nikolaus Krippl ermunterte die nun mit der Mittleren Reife ausgestatteten Absolventen in seinen Worten, sich in einer Zeit des lebenslangen Lernens nicht zurück zu lehnen, sondern weiterhin Engagement und den Willen zum Einbringen in unsere Gesellschaft zu zeigen. In einer Zeit der Globalisierung braucht unser Staatswesen, so der Rektor der Realschule in Rheinmünster, kreative, fleißige und solidarisch denkende junge Menschen.

Bürgermeister Helmut Pautler setzte diesen Gedanken fort und forderte in seiner Rede bei der Vergabe des Gemeindepreises für die beste schulische Leistung des diesjährigen Entlassjahrgangs die Entlassschüler auf, sich verantwortungsvoll in die Belange der Gemeinschaft einzubringen. Ausdrücklich zollte der Bürgermeister den Schülerinnen und Schülern Respekt dafür, dass sie sich mit einem gereiften Demokratieverständnis vehement für eine große, dreigliedrige Sporthalle eingesetzt haben. 

Einen besonderen Einsatz in den vergangenen sechs Schuljahren erbrachte der Entlassschüler Felix Vögele (R 10a) aus Schwarzach, der mit einem herausragenden Notendurchschnitt von 1,3 die Riege der Preisträger anführte und deshalb die besondere Ehre des Gemeindepreises entgegennehmen durfte.

Für den Beitritt in den Förderkreis der Schule warb der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung, Realschullehrer Hans-Georg Waßmuth, der Christina Haungs (R 10C) als scheidende Schülersprecherin den „Preis für soziales Engagement“ überreichte.

Die familiäre Atmosphäre der Schule im Ortsteil Schwarzach trug, so die Aussagen zahlreicher Elternvertreter, mit dazu bei, dass in diesem Jahr ein Rekord bei den Preisträgern (Abschluss bis 1,9) erzielt werden konnte. 13 Belobigungen (bis 2,2) ergänzten das rekordverdächtige Gesamtergebnis, dass der Schulleiter mit Stolz verkünden durfte, begleitet mit einem Dank an den Schulträger und das kollegial arbeitende Lehrerkollegium. Im Bild die drei Schulbesten.

Die Zeugnisausgaben durch die Klassenlehrerin Tanja Vetter (R10C) und  die Klassenlehrer Benjamin Koch (R10A) und Joachim Seidelmann (R10B) wurden mit den besten Wünschen für die bevorstehende Berufsausbildung bzw. weiterführende Schulbildung verknüpft. Besonders stolz auf die Leistungen seiner Schützlinge war Klassenlehrer Benjamin Koch, der bei seinem geschrumpften Entlassjahrgang von herausragenden Qualitäten und „Summa cum Laude“ referierte. 

Die Abschlussklassen:

Klasse 10A

Klasse 10B

Klasse 10C

 

Verbindungslehrerin Alrun Herwig und die stellvertretenden Schülersprecher verabschiedeten mit Christina Haungs eine ausscheidende Schülersprecherin, die in ihrer Amtszeit mit viel Engagement und Einfallsreichtum die Interessen der Schülerschaft, des Kollegiums und der Eltern in Einklang bringen konnte.  

 

Die Dankesworte aller Eltern und Erziehungsberechtigten überbrachte im Namen des Gesamtelternbeirats Hubertus Vögele aus Schwarzach. Er erinnerte daran, dass der besondere Erfolg der diesjährigen Abschlussklassen vielen Beteiligten zu verdanken sei. „Schulträger, Erzieher, Lehrerkollegium haben hervorragende Zusammenarbeit bewiesen“, so der Elternvertreter der Realschule.  

Diese Erfolge feierte man im dritten Teil des Festaktes dort, wo sie erlebt und gelebt wurden – in der Schule. Bei einem ausgiebigen Büffet der Extraklasse, von den Entlassschülern und deren Eltern zusammengestellt, feierte die Schulgemeinde mit Musik der Schulband, Abschiedsworten und Präsenten einen Jahrgang mit besonders hoher Leistungsdichte, der letztlich dadurch erreicht wurde, weil man, so der Tenor aller Redebeiträge, in der Schwarzacher Mittelpunktschule die notwendige Bildung und die erforderliche Erziehung vorbildlich in Einklang gebracht hat. Kein Wunder also, wenn die Entlassschülerin Lorena H.  am Ende einer festlichen Entlassfeier, schon weit nach Mitternacht, etwas wehmütig  feststellte: „Morgen wird mir meine Schule bestimmt fehlen.“

Hier noch einige Eindrücke vom Abend

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R. Wagner / O. Frietsch     07/2011                    Fotos: Wa/Ke