Zwei Zehner in der Hauptstadt – Geschichte und Politik hautnah

Studienfahrten nach Berlin

zurück

Am 13. Oktober ging es los! Die Klassen 10a und 10c waren, ausnahmsweise mal alle, pünktlich am Bahnhof in Baden-Baden, gespannt darauf, wie die Hauptstadt sein wird. „Der Zug war pünktlich“ (Literatur von Heinrich Böll übrigens!) und die Koffer kamen samt Besitzer alle in den ICE nach  Norden. Noch einmal hieß es in Hannover umsteigen, dann war auch schon die Bundeshauptstadt mit dem neuen, zentralen Bahnhof, einem wahren Glaspalast, erreicht. Nach den ersten Erfahrungen mit der S-Bahn (funktionierte auf unserer Linie wieder fahrplangerecht) und U- Bahn kamen wir dann in unser Hostel: Meiniger am Senefelder Platz. Nach kleinen Unstimmigkeiten wegen der Zimmerbelegung bezogen dann alle Schüler ihre Zimmer. Nach dem auspacken der Koffer und einer schnellen Zimmerbelegung machten wir einen ersten Rundgang ums Hostel, um unsere Gegend am Prenzlauer Berg zu begutachten. Wider alle Erwartungen standen wir pünktlich und mehr oder weniger wach am nächsten Morgen auf der Matte zum reichhaltigen Morgenbüffet.

Das Tagesprogramm war schon gefüllt; auch wenn das Wetter nicht unbedingt mit unseren Erwartungen übereinstimmte, konnten wir alles umsetzen. Unter den Linden wurde Schritt für Schritt mit den einzelnen Highlights abgeklappert – von der Schinkelbrücke am Deutschen Museum bis zum Brandenburger Tor. Einige Mitschüler hatten sich mit kurzen Referaten auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbereitet, nur noch Zuhören blieb bisweilen angesagt. Abends war dann jedoch Entspannung auf dem Plan. Wir gingen am Potsdamer Platz in eines der vielen Kinos, an einem anderen Abend ins Musical zur Blue Man Group (für viele der Höhepunkt der Studienfahrt) oder wir waren in kleineren Gruppen zur eigenständigen Berlinerkundung unterwegs. Ein wichtiger Tag war der Mittwoch.

Mit Schal und Mütze bewaffnet, zogen wir Unter den Linden einen blitzsauberen Studiengang bis zum Brandenburger Tor hin! Berliner Dom, Humboldt Universität, Deutsches Museum, ehemalige alliierte Kommandantur, Schauspielhaus, Bebelsplatz mit Bücherverbrennung, Hedwigskathedrale, Deutsche Oper, Reiterdenkmal Friedrich II., ZDF-Hauptstadtstudio, Ecke Friedrichstraße, russische Botschaft, britische Botschaft, amerikanische Botschaft, französische Botschaft, Hotel Adlon, DZ-Bank ... nichts ließen wir aus! 

 

Das Starbucks Coffee House am Pariser Platz rettete dem einen oder anderen nach so viel Kultur und Wissen vielleicht das Leben. 

Um 12 Uhr trafen wir uns dann am Paul-Löbe-Bau (direkt neben dem Reichstagsgebäude) zu einem Mittagessen, das uns die Bundestagsabgeordnete Nicolette Kressl ermöglichte. 

 

Anschließend wechselten wir, durch einen Verbindungstunnel, ins Reichstagsgebäude, wo wir wenig später eine Führung und Erklärung auf der Zuschauertribüne des Plenarsaals des deutschen Bundestages erhielten. Noch waren die Plätze auf der Regierungsbank und die Abgeordnetenreihen unbesetzt an diesem Oktobertag. Die Terrasse auf dem Dach des Reichstages bot, trotz windiger Verhältnisse, eine ausgezeichnete Aussicht auf Berlin. Die berühmte Reichstagskuppel selbst, welche vom berühmten Architekten Lord Norman Foster entworfen wurde, konnten wir nicht anschauen; wegen Reinigungsarbeiten war sie für uns gesperrt. 

 

Am nächsten Tag fuhren wir mit der M6 raus nach Hohenschönhausen zum ehemaligen Stasi-Gefängnis. Dieser Besuch hinterließ eine nachdenkliche Stimmung bei uns Schülern. Die Blue Man Group am Abend brachte uns aber wieder auf andere Gedanken. An unserem letzten Tag waren wir im Deutschen Museum, wo wir die Abteilung NS-Zeit in zwei Gruppen besuchten. Die Referenten der Gruppenführungen waren sichtlich angetan von uns, lobten sie doch unser Wissen über diese Zeit von 1933 bis 1945 über den Klee. Am letzten Abend in Berlin waren wir mit den Lehrkräften bei einem Italiener gemeinsam essen. Pizza, Pasta und Salat – mediterrane Atmosphäre mitten auf dem Prenzlauer Berg. Es war ein schöner und gelungener Abschluss unserer Studienfahrt. Alle freuten sich auf das Wiedersehen mit der Familie und Freunden, sodass wir es in Rekordzeit schafften, beim Umsteigen in Karlsruhe in wenigen Minuten vom Gleis 2 zum Gleis 10 zu kommen. Der Anschluss nach Bühl durfte uns auf keine Fälle durch die Lappen gehen.

 

Wir bedanken uns im Namen der Klasse 10c bei allen Begleitpersonen

für eine interessante Studienfahrt nach Berlin.

Wir haben viel gelernt und werden diese Erinnerungen gerne

als Andenken an unsere Abschlussklasse mitnehmen.

Bildergalerie

zurück

Jana Sauer, Ann-Maire Ewald (10c)

R. Wagner / O Frietsch 10/2009        Bilder: 10 c

Web-AG: Tom Sauer, Jannik Scholler