14. – 15. Juni 2010

Blasmusiktage in Kürnbach

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Etwas unausgeschlafen, aber pünktlich am Morgen nach Deutschlands 4 : 0 gegen Australien fanden sich die 23 Teilnehmer der Bläser-AG am Bahnhof in Bühl ein.

Kürnbach, genauer gesagt die Musikakademie des Blasmusikverbands Baden-Württemberg, war das Ziel, wo die jungen Musiker ihre traditionelle Intensivprobe absolvieren wollten.

Anfahrt, Zimmeraufteilung und ähnliche organisatorischen Dinge waren vom verantwortlichen Lehrer Herrn Restle perfekt geplant und gingen beim nunmehr 15. Mal routiniert über die Bühne.

Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen und erholt nach einer „Ausruhphase“ begann die eigentliche Arbeit. Gerne hätte man die zur Zeit häufig verwendeten Ohrstöpsel benützt, denn die Musikanten erreichten beim Einspielen locker den Geräuschpegel von 23 Vuvuzelas.

Geübt wurden nun Stücke mit steigendem Schwierigkeitsgrad aus verschiedenen Gattungen: von Pachelbels „Canon“ bis zu „Maracuja Cha-Cha“, vom „Choral“ bis zu „Samba for You“, vom „Prelude Te Deum“ bis zu „Close Finish“.

Erst in langsamen Tempo, dann schneller, mal musste der Orchesterleiter Herr Restle das Spielen unterbrechen, schwierige Passagen durchsprechen und in mehreren Varianten  durcharbeiten. Dabei sollte nicht nur auf die Melodie, den Rhythmus und den Vortrag geachtet werden, sondern bei einigen Stücken auch noch auf die Choreographie. Dort wo einzelne Satzproben nötig waren, zeigten sich Isabelle, Nicolai und Stefanie als geduldige, schon recht versierte Hilfslehrer.

Und während der intensiven Arbeit, an der die Schülerinnen und Schüler mit viel Elan teilnahmen, wurde es im Probenraum heißer und schwüler, nicht nur durch die Sonne draußen, sondern auch durch die erhitzten Musikanten, die jeweils mehr Wärme als eine 60-Watt-Glühbirne abstrahlten.

Der erste große Probenblock war sehr gut verlaufen! Was hätten wir aber bloß gemacht, wenn der Eine oder die Andere beim kräftigen Blasen den Kaugummi in sein Tenorhorn katapultiert oder ihre Querflöte damit verstopf hätte oder schlimmer noch ihn beim kräftigen Einatmen tief in die Lunge gezogen hätte?

Das Wetter meinte es gut mit den Teilnehmern. Und so wanderten sie bei herrlichem Wetter am frühen Abend mit einem Riiiiieeeeesenumweg durch die Weinberge und Getreidefelder Richtung Minigolfplatz. Dort konnten man entweder aktiv seine Fähigkeiten an 18 Bahnen beweisen oder eher passiv dem Fußballspiel Italien gegen Paraguay beiwohnen.

Bei Gesprächen und lustigen Spielen im rustikalen Partykeller oder mit Tischfußball und –tennis klang dieser Tag gemütlich aus.

Auch wenn die Nacht für manch einen recht kurz war, so ließen sich das die Schülerinnen und Schüler beim zweiten Probenblock nicht anmerken. Mit gleicher Intensität wurde auch am Dienstagvormittag weiter geprobt und einige Stücke auf Vorspielniveau gebracht. „Erfolgreich!“ so zog Herr Restle Bilanz der letzten Blasmusiktage seiner Musiklehrerkarriere.

Mal sehen, wie’s weitergeht.

Bildergalerie:

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U. Engels, 06/2010, Fotos: U. Engels, Web-AG: Philipp Burkart, Alexander Baumann