BoysDay am 16. Mai 2013

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„Super – das sollte man öfter machen!“ „Hat viel Spaß gemacht!“ „ Ich habe viel Neues gelernt!“ „Der Morgen verging viel schneller als Schule!“  so die Äußerungen einiger Jungs aus der Jahrgangsstufe 6, die am Vormittag des 16. Mai – während sich die Mädchen auf Informationsreise in Sachen „technische Berufe“ befanden – IHREN Tag, den BoysDay, absolvierten.

Zu Beginn der ersten Unterrichtsstunde trafen sich die 45 Jungs und die „Fachmänner in Haushaltsfragen“ in der Aula, um in fünf Gruppen eingeteilt zu werden. Die folgenden fünf Unterrichtstunden des Vormittags waren gefüllt mit Informationen und Wissenswertem zu den Themen:

·        Gesundes Pausenbrot

·        Krawatte binden und Hemd bügeln

·        Wäsche waschen

·        Tischkultur

·        Betten beziehen

In der Schulküche wurde zunächst festgestellt, wie eigentlich das eigene Frühstücksverhalten mit den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) anhand der Ernährungspyramide, einzuordnen ist.

„Unheimlich viele Schüler kommen ohne Frühstück und meist auch ohne Pausenbrot in die Schule“, so Herr Schemel, der die Station Pausenbrot mit Unterstützung durch Herrn Seidelmann betreute.
Umso wichtiger, selbst ein leckeres Pausenbrot herzustellen, das stets die Komponenten Getreide (Vollkornbrot), Milchprodukt (Kräuterfrischkäse und Käsescheibe), „Was Buntes“
(Salatgurke, Tomaten, Paprika, Radieschen …) und ein Getränk (Saftschorle 2:1) beinhalten sollte.

Stilsicheres Auftreten bei der Auswahl von Hemd und Krawatte vermittelte Herr Koch. „Den oberen Hemdenknopf bitte schließen, auch wenn das nicht besonders komfortabel ist – da muss „Mann“ durch!“ „Auf keinen Fall eine gestreifte Krawatte zum gestreiften Hemd!“ „Nie darf das dünnere Ende unter dem dickeren Ende der Krawatte heraus schauen“ so die wertvollen Hinweise an die 6.Klässler. Die richtige Technik brachte am Ende dieser Einheit wunderbar glatt gebügelte Hemden und perfekte windsorgeknotete Krawatten hervor.

Durch den Pflegehinweisdschungel und die Waschprogrammvielfalt lotste der mit reichlich Erfahrung im Wäsche-waschen behaftete Herr Frietsch.
„Wasser, Wärme, Waschmittel und Bewegung – zusammen mit der Dauer des Waschprogramms sind die Komponenten des Wäsche Waschens“
Um mögliche Schäden an Kleidung und der Waschmaschine zu vermeiden sollten einige Dinge beachtet werden, so z.B. das Entleeren der Hosentaschen, das Sortieren der Wäsche nach Farben und der möglichen Waschtemperatur, das Schließen der Reißverschlüsse und das Wenden einiger Kleidungsstücke nach links.

„Es gibt Grießklößchensuppe vorweg, anschließend Schweinebraten und Knödel mit Gemüsebeilage, einen grünen Salat und zum Schluss noch ein Dessert – bitte deckt für dieses Menü den Tisch!“ so Herr Wertal, der den Jungs das Thema Tischkultur näher brachte.
Doch nicht nur Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wie Messer rechts, Gabel links, sondern auch Manieren wie: Der Löffel geht zum Mund und nicht umgekehrt, Ellenbogen befinden sich nicht auf dem Tisch und nach dem Essen das Besteck parallel nach rechts gelegt auf den Teller, standen in dieser Einheit auf dem Programm.

Zum Abschluss des Themas Betten beziehen ließ Herr Dresel die Jungs persönliche Erfahrungen im Milbentunnel machen -  einem „leicht muffig“ riechenden Heißluftballon, den er eigens für diesen Zweck in der Aula ausgelegt hatte. Wie wichtig das regelmäßige Lüften der Betten und Waschen der Bezüge ist, demonstrierte ein Video, das sich mit dem Leben der Hausstaubmilbe auseinandersetzte. Zügiges und korrektes Beziehen von Matratze, Kissen und Bettdecke hatten die Männer am Ende ebenfalls gelernt.

Zum Schluss des Tages gab es ein, von Frau Mangler gestaltetes „Haushaltsüberlebenszertifikat“, das die Befähigung der Jungs bescheinigte, einen Totalausfall von Mama, zumindest für eine Woche, durchzustehen!

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Text und Bilder: A. Sievert, Web-Ag: Kevin Ruschmann, Nils Schulz, 06/2013