Unsere „Chemiker“ bei den Dow-Projekttagen

Seit 20 Jahren Jagd auf Ionen im Ausbildungslabor der Dow

Königsblauer Niederschlag und amethystfarbener Ring im Ausbildungslabor der Dow in Greffern

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In dieser Woche war es wieder soweit: 16 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 der RS Rheinmünster waren an zwei Tagen zu Gast im Ausbildungslabor der Dow. Unter der Anleitung der Chemielehrer der Realschule Rheinmünster, Werner Hollenberger , Ralf Heiß und Jürgen Reichert ging es um die Nachweise von Anionen und Kationen im Experiment. Unter der Begleitung des Ausbildungsleiters der Firma Dow, Herrn Stellrecht, begann ein zweitägiger Ausbildungsgang in zwei Schichten.  

Am ersten Tag wurden die Schülerinnen und Schüler noch in der Realschule intensiv auf die Grundlagen der Arbeit in einem Chemielabor vorbereitet.

Am zweiten Tag ging es zunächst in der Firma Dow um den Nachweis der wichtigsten Anionen, also den negativ geladenen Ionen. Wie kann man sicher Chloridionen nachweisen? Was hat dieser Nachweis mit Silberdiaminchlorid zu tun?. Amethystfarbenes Eisennitrososulfat wurde erzeugt und überzeugend war die Farbe des kanariengelben Niederschlags von Ammoniumphosphormolybdat beim Nachweis von Phosphationen.

Am dritten Projekttag stand der Nachweis der positiven Kationen auf dem Programm. In der Flammenprobe wurden die wichtigsten Alkalimetallionen und Erdalkalimetallionen nachgewiesen. Rubinrot beim Rubidium und Himmelblau beim Cäsium waren überzeugend. Aber auch die Nachweise von Ammoniumionen, Eisenionen und Kupferionen wollten gelernt sein.

Immer wieder wechselte die Gruppe vom Labor in den Theorieraum, um die exakten Reaktionsgleichungen der durchgeführten Versuche zu erarbeiten. Die Chemiker der Klasssenstufe 9 waren mit Engagement dabei, wenngleich der eine oder andre Schweißtropfen floss. Mit großem Mut und mit wachsendem Können ging ein jeder an die chemischen Gleichungen heran.  

Die Spannung der Gruppe stieg deutlich an, als es darum ging in zwei vorgelegten, unbekannten Salzen die vier enthaltenen Ionen selbstständig, ohne besondere Hilfe der Lehrer, nachzuweisen. Wird das gut gehen? Werden die Projektteilnehmer das wichtigste Ziel der Ausbildung in diesem Jahr erreichen?

Eifrig machten sich die Schülerinnen und Schüler ans Werk, beobachteten, protokollierten und konnten die vorgelegten Ionen am Ende mit großer Freude nachweisen.

Stolz konnten alle Schülerinnen und Schüler am Ende dieser Chemie-Projekttage eine Teilnahme-Urkunde durch Herrn Stellrecht in Empfang nehmen.

Diese Projekttage werden Auswirkungen in der Zukunft haben. Das vertiefte Können der Teilnehmer wird sicher den Chemieunterricht in der Schule positiv beeinflussen. Der eine oder andere Teilnehmer wird hierdurch ein besonderes Verhältnis zum Fach Chemie gewonnen haben und sich vielleicht sogar beruflich für dieses Fach entscheiden.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9, die Chemielehrer und die Schulleitung bedanken sich für die freundliche Aufnahme und intensive Betreuung sowie für die Möglichkeit, diese Projekttage in einem professionellen Labor einer Weltfirma durchführen zu können. Herzlichen Dank an die Dow!

Die Teilnehmer der Veranstaltung im Schuljahr 2009/2010 waren:

aus der Klasse 9a: Mike Brenn, Felix Vögele, Eileen Becker, Annika Grove, Julia Rollheiser,

aus der Klasse 9b: Alexander Baumann, Benedikt Friedmann, Patrick Schneider, Kai Weber, Lorena Diebold

aus der Klasse 9c: Jonas Bilger, Patrick Ernst, Frederic Marx, Marvin Tritt, Alena Lukasch, Katharina Schulz

 

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J. Reichert / O. Frietsch         5/2010             Fotos: Dow, Reichert