Klassenstufe 9 beim Bildungstest gefordert

 Realschule Rheinmünster beteiligt sich bei Langzeituntersuchung zu Bildungsverläufen

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Die zentrale Bedeutung von Bildung im privaten und beruflichen Leben stand im Mittelpunkt einer Projektbeteiligung unserer  Realschule, die sich mit zwei neunten Klassen an der größten nationalen Langzeitstudie im Bereich Bildungsforschung beteiligte.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Jahr 2008 ins Leben gerufene Langzeituntersuchung, die auf insgesamt 32 Jahre konzipiert wurde, wird von der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg mit rund 60 000 Menschen in den Altersspannen von wenigen Monaten bis ins Rentenalter durchgeführt. Eine von acht Bildungsetappen stellt der Weg durch die Sekundarstufe I und die Übergänge in die Sekundarstufe II dar. Für diesen Bereich der schulischen Ausbildung wurde unsere Schule von bundesweit etwa 1000 Schulen mit 30 000 Schülerinnen und Schülern nominiert.

Die Erhebungen in den Bildungseinrichtungen konzentrieren sich bei der so genannten NEPS-Studie (National Educational Panel Study) in erster Linie auf die zu erlernenden Kompetenzen in den Bereichen Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften und selbst gesteuertes Lernen in einer immer komplexer werdenden Informations- und Kommunikationsgesellschaft.

Die Langzeitstudie über Bildungsverläufe in Deutschland untersucht in fünf übergeordneten Themen die Entwicklung unterschiedlicher Kompetenzen im Lebenslauf, Bildungsprozesse in lebensspezifischen Lernumwelten, soziale Ungleichheiten und Bildungsentscheidungen, Bildungsprozesse von Personen mit Migrationshintergrund und persönliche Erträge von Bildung.

Die 58 Teilnehmer der Realschule Rheinmünster mussten in einer zweistündigen Testphase ihre erlernten Kompetenzen aus den verschiedensten Bereichen unter Beweis stellen. Da die Zeitvorgaben für jede Aufgabenstellung sehr eng bemessen waren, kamen natürlich einige Teilnehmer in Verzug.

Auch die Lehrkräfte der neunten Klassenstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik wurden in die Studie mit einbezogen und mussten auf 10 Seiten allgemeine Fragen zum Unterricht und den pädagogischen Konzepten, Fortbildungsmaßnahmen, Informationen zur pädagogischen Ausbildung und Berufswahl sowie den Umgang mit elektronischen und technischen Hilfsmitteln im Schulalltag beantworten. Die Erhebungsbogen des Jahres 2011 werden jährlich mit den noch zu erstellenden Studien der kommenden Jahre von einem Projektteam der Universität Bamberg intensiv ausgewertet und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für zukünftige Entscheidungen im Bildungssektor der Bundesrepublik Deutschland als Richtgrößen zur Verfügung gestellt.

„Für unsere Schule war die Teilnahme bei dieser Langzeitstudie keine Frage, weil wir immer schon bereit waren, unsere Leistungsfähigkeit und Qualifikation auf den Prüfstand zu stellen. Unsere Selbstüberprüfung haben wir mittlerweile abgeschlossen, sodass eine Fremdevaluation*  früher oder später folgen musste. Wir brauchen keine Untersuchung unserer vermittelten Kompetenzen scheuen“, meinte ein zufriedener Rektor Nikolaus Krippl in seiner Stellungnahme. (*Anm. der Red.: Qualitätsüberprüfung von außenstehenden Fachleuten)

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R. Wagner/O. Frietsch Fotos: Wagner Web-AG: Daniela Beerens/Teresa Kohler 5/2011