Traditioneller Peru-Tag:

Schwarzacher Realschule feiert 28 Jahre Peru-Partnerschaft


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RKR Thomas Herrmann, RR Rolf Schemel, Schwester Lucia, Schwester Milagros,
Peru-Referatsleiter Martin Schwark vom Mutterhaus der Vinzentinerinnen in Hildesheim

Mit dem spanischen Lied „Un poquito cantas“ begrüßten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c mit Musiklehrer Andreas Nock die zahlreichen Besucher des diesjährigen Peru-Tages an der Realschule Rheinmünster. Seit mittlerweile 28 Jahren pflegt die Schwarzacher Bildungsstätte freundschaftliche Bande mit dem südamerikanischen Land und war im Oktober letzten Jahres eine neue Schulpartnerschaft mit dem Colegio Fe Y Alegría 37 in San Juan de Lurigancho, einem der ärmsten Stadtteile der Hauptstadt Lima, eingegangen.


Die peruanische Partnerschule ist eine staatliche Gesamtschule in kirchlicher Trägerschaft, an der mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche vom Kindergartenalter bis zur Berufsausbildung unterrichtet werden. Es gibt dort eine Mensa, die oftmals die einzige volle Mahlzeit des Tages für die Kinder anbietet, Werkstätten zur Berufsausbildung sowie einen Förderschulzweig für Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen. Erst im Januar 2017 haben die peruanischen Schwestern der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul in Hildesheim die Betreuung der Schule von einer anderen Ordensgemeinschaft übernommen. Hoch erfreut zeigten sich die beiden Schulleiter Rolf Schemel und Thomas Herrmann deshalb darüber, dass sie mit Schwester Lucia und Schwester Milagros am Peru-Tag zwei peruanische Vertreterinnen dieses Ordens aus Lima als Gäste begrüßen durften. Gemeinsam mit Martin Schwark, dem Leiter des Peru-Referates am Mutterhaus in Hildesheim, waren sie nach Rheinmünster gekommen, um die noch junge Schulpartnerschaft durch persönlichen Kontakt zu vertiefen und sich vor Ort ein Bild von der deutschen Partnerschule zu machen.


Beide Schwestern zeigten sich sehr beeindruckt von den Fachräumen der Schule, aber auch vom herzlichen und engagierten Miteinander von Schülern, Eltern und Lehrerschaft, das sich an diesem Peru-Tag wieder zeigte: Der Elternbeirat hatte wie in jedem Jahr ein opulentes Kuchen-Buffet in der Aula organisiert und die gesamte Bewirtung übernommen, viele Schüler waren bei Mitmach-Aktionen in den Fachräumen eingebunden oder führten im Unterricht oder in AGs Einstudiertes auf.


So gab die Theater-AG Sketche zum Besten, die Bläserklassen 5b und 6b spielten vor dicht gedrängtem Publikum im B-Bau, die Mädchen der 5b führten eine Step-Aerobic-Choreographie vor und einige Zehntklässlerinnen präsentierten in der Aula einen Bänder-Tanz.


Aktiv gefordert waren die Besucher bei der Fachschaft Mathematik, wo mathematische Knobeleien herausforderten, beim Fach Französisch, wo ein Sprach-Memory mit Tieren gebastelt werden konnte, und bei den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik, wo man verblüffenden Phänomenen auf den Grund gehen konnte. Die Fachschaft Geographie lockte mit einem vielseitigen Rätsel-Zimmer, in dem man beispielsweise Gesteinsarten oder Inselumrisse erkennen und Flaggen zuordnen musste. Die kleinsten Besucher konnten sich von Schülerinnen und Schülern der Klasse 9a schminken lassen oder Buttons herstellen.

 

     

Alle Hände voll zu tun hatten auch die Schüler im Technikraum, die an der neuen Kosy-Fräsmaschine personalisierte Schlüsselanhänger mit den Namen der Besucher gravierten. Die Mitglieder der Roboter-AG zeigten im Computerraum stolz die Fähigkeiten der von ihnen selbst programmierten Roboter. Manch ein Besucher nutzte den Peru-Tag auch, um im Eine-Welt-Laden oder bei der Klasse 8a, die Weihnachtsgebäck und Weihnachtsdekoration hergestellt hatte, ein erstes Weihnachtsgeschenk zu erstehen.

 
   
   

Abgerundet wurde das vielfältige Angebot durch einen Waffelstand der SMV und ein Bücherquiz in der schuleigenen Bücherei. Im Werkraum der Fachschaft MuM (Mensch und Umwelt) konnten die Besucher Armbändchen nach peruanischer Tradition knüpfen. Die peruanischen Gäste selbst konnten dank der Übersetzungsdienste von Martin Schwark und Rosario Schmitz Interessierten im eigens eingerichteten Peru-Zimmer Rede und Antwort stehen und eingehend über die noch junge Partnerschaft informieren.


 
 
     

Für die Partnerschaft besonders engagiert hatte sich die Klasse 7c: Ein Jahr lang hatten die Schülerinnen und Schüler Pfandflaschen eingesammelt. Stolz konnten die beiden Klassensprecher Lorenz Schmidt und Gina-Maria Spinner den beiden Ordensschwestern nun den damit erwirtschafteten Geldbetrag überreichen. Auch ein Großteil vom Gesamterlös des Peru-Tages wird projektbezogen für die deutsch-peruanische Schulpartnerschaft verwendet werden, welche laut Schulleiter Rolf Schemel eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist und bei der der persönliche Kontakt nicht nur zwischen den beiden Lehrerkollegien, sondern auch unter den Schülern im Vordergrund steht.

 Die Schulgemeinschaft bedankt sich ganz herzlich bei allen, die auf irgendeine Weise zum Gelingen dieses Tages und somit auch zu unserer Partnerschaft mit dem Colegio Fe Y Alegria No 37 in Peru beigetragen haben.

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Text/Fotos: K. Ziegler, Web: L. Müller/O. Frietsch, 11/2017