Solidarität mit der Partnerschule in Peru

Traditioneller Peru-Tag in Rheinmünster:

Realschule öffnete die Türen

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 Im einundzwanzigsten Jahr der Partnerschaft veranstaltete die Realschule Rheinmünster ihren so genannten Peru-Tag, der die Verbundenheit zur Partnerschule „Colegio Cèsar Valejo“ in Chancay/Peru zum Ausdruck bringen soll. Der Erlös im dreistelligen Bereich kommt auch in diesem Jahr dem Ausbau der Schule, notwendigen Neuanschaffungen und Projekten zugute.

Die gesamte Schulgemeinde aus Eltern, Schülern, Lehrerschaft und Schulträger machten an diesem besonderen Tag im Schulleben der Rheinmünsteraner deutlich, dass die Unterstützung der südamerikanischen Partnerschule eine Herzensangelegenheit darstellt. Die vom Elternbeirat der Klassenstufe 9 und der Elternbeiratsvorsitzenden mit großem Engagement übernommene Bewirtung der Gäste, die zahlreich angebotenen Begleitveranstaltungen und das überzeugende Eintreten für die gute Sache stießen bei einer rekordverdächtigen Besucherschar auf großen Zuspruch.

Nicht nur die üppige Kuchentafel lockte viele Besucher in die Aula der Schule

Die Vorsitzenden des Elternbeirats, Beate Weber und Rüdiger Treffert, zeigten sich erfreut über die besonders große Resonanz beim traditionellen Peru-Tag: „Bei unserem Peru-Tag sind alle mit vollem Engagement und Herz dabei!“ Elternbeirat und die Schulleitung werden in den kommenden Wochen darüber entscheiden, welche dringenden Maßnahmen in der Partnerschule „Colegio Cesar Valejo“ mit dem erzielten Erlös der Veranstaltung gefördert werden können.

Zwar steht beim Perutag die Solidarität mit der Dritten Welt im Vordergrund, doch nutzt die Schule im Ortsteil Schwarzach diesen Tag auch immer dazu, die Türen der Schulräume weit zu öffnen. Besonders gefragt waren bei allen Gästen die Fachräume für Chemie, Physik, Technik, Informatik und Bildende Kunst. 

Nicht nur Theorie zum Anschauen: Praxis und Mitmachen waren gefragt im Physik-, Chemie-, BK- und im MUm-Raum 

Besondere Programmpunkte boten nach der Begrüßung durch den Chor der Klassenstufe 5, der unter der Leitung von Musiklehrer Thomas Wertal stand, ein Balladenvortrag der Klasse 7c, ein Flohmarkt der Klassen 6c und 7b, der Erwerb eines Hockeyführerscheins bei Sportlehrerin Anne Kary, ein Musicalvortrag der Klasse 7c, die musikalisch mit „Around the world“ zu einer Weltreise einlud und die hautnahen Rettungsdemonstrationen der Schulsanitäter, die von Lehrerin Simone Fuß geschult und betreut werden. 

Eröffnung durch den Chor

Hockey

Handball

Schulsanitäter

Step-Tanz

Kinderschminken... und das Ergebnis Flohmarkt Fleißige Helfer Verkauf von Holzkerzen

Zahlreiche Ausstellungen zeugten von den außerunterrichtlichen Aktivitäten der Rheinmünsteraner Bildungseinrichtung. In zahlreichen Klassenräumen konnten die Besucher z. B. Geschichtsprojekte zur Judendeportation aus Baden erfahren, die Erkundung der Landeshauptstadt Stuttgart als so genanntes Wirtschaften-Verwalten-Recht-Projekt bestaunen, oder die Studienfahrten der Klassenstufe 10 in die Bundeshauptstadt Berlin in einer Präsentation nochmals miterleben. Die Arbeitsgemeinschaft „Schulkleidung“ bat zur Anprobe und Bestellung, bzw. vermittelte den Verkauf von Second-Hand-Stücken.

Ausstellung über die Deportation der badischen Juden nach Gurs Arbeitsgemeinschaft Schulkleidung Präsentation  WVR-Projekt Stadterkundung  Ausstellung zur Berlinfahrt

 

Als Schule im grenznahen Bereich zu Frankreich lag es nahe, die Kooperation und Freundschaft mit dem Nachbarland zu vertiefen. Die Anwesenheit des „France Mobil“, eine Initiative der französischen Botschaft in Berlin in Zusammenarbeit mit namhaften französischen und deutschen Industrieunternehmen, vertiefte mit Geschichten, Workshops, Spielen, Musik und Literatur den Bezug zur französischen Sprache und Kultur. Das Angebot des Troubadours, eine Lehrerin aus Paris, fand bei den Schülerinnen und Schülern, die im vierten Kernfach die Sprache des Nachbarn vertiefen, große Zustimmung.

 

Der in Bühl beheimatete „Welt-Laden“ bot ein reichhaltiges Sortiment fair gehandelter Produkte aus der Dritten Welt an. Neben den gängigen Lebensmitteln bietet der Weltladen zahlreiche handwerkliche Produkte aus den Ländern an, die auf die Solidarität mit den reicheren Industrienationen angewiesen sind. 

Die faszinierende Welt der Mathematik erlebten die Besucher mithilfe kniffliger Geometrieaufgaben in spielerischer Form. Mathematiklehrkräfte Ulrike Engels und Ralf Heiß boten Denk- und Rechenaufgaben in Verbindung mit geometrischen Körpern an, die Jung und Alt gleichermaßen begeisterten und geistig forderten.

Mathematik zum Anfassen und Be-greifen 

 

Die Ausstellung „Weltreligionen, Weltethos – Schulethos“ dokumentierte die Gesamtrichtung des Perutages in der Realschule Rheinmünster an diesem Sonntag nochmals eindringlich. Im Vordergrund stand und steht für die Schulgemeinde in Rheinmünster die Solidarität mit der Dritten Welt. Rektor Nikolaus Krippl zeigte sich, gemeinsam mit den im Einsatz befindlichen Eltern, sehr zufrieden mit dem diesjährigen Perutag in Schwarzach: „Unser persönlicher Schullehrplan geht vom solidarischem Lehren und Lernen aus, deshalb ist unserer Perutag die Verwirklichung eines ethisch-moralisch fundierten Schulkcurriculums“. Der überaus starke Andrang in den Räumlichkeiten der Realschule in Rheinmünster zeigte, dass ehemalige Schüler, Eltern und Lehrerschaft, mit der Unterstützung der Gemeinde, den Sc

 

Vielen Dank an alle, die zum Gelingen des Perutages beigetragen 

und so Solidarität gelebt haben.

 

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Text: R. Wagner, Fotos: Wagner, Kary, Engels 2010, Web: O. Frietsch 11/2010