Zahlreiche „Stromfresser“ im Haushalt entlarvt – vielen Schülern „ging ein Licht auf“

Neuntklässler nehmen am Physik-Projekt "Standy" zum Thema "Energie- und Klimaschutz“ teil

 


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Physikunterricht der besonderen Art erlebten die Neuntklässler der Realschule Rheinmünster in den vergangenen Wochen. Im Rahmen des so genannten „Stand-by-Projektes“, einem vom Land zu 100 % geförderten Projekt unter Regie der Energieagentur Mittelbaden, erhielten die Schülerinnen und Schüler nun Besuch von speziell geschulten Energiepädagogen.

Irina Wellige und Patrick Demmert vom Verein „Solare Zukunft“ in Freiburg motivierten die Neuntklässler mit anschaulichen Beispielen zu einem bewussteren Umgang mit der begrenzten Ressource Energie. Nach einer theoretischen Einführung zu Fragen wie „woher kommt Energie?“ oder „was bedeutet Stand-by-Betrieb?“ erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler auch ganz konkret, wie sie den Stand-by Verbrauch reduzieren oder ganz verhindern können. Besonders spannend war das von den Energiepädagogen mitgebrachte „Energiefahrrad“, mit dem die Schüler mit ihrer eigenen Leistung beim Treten selbst Strom erzeugen und damit Lampen zum Leuchten oder einen Ventilator zum Drehen bringen mussten.

Zwischen den beiden innerhalb der letzten Wochen durchgeführten Doppelstunden zum Projekt hatten die Schüler zudem die Aufgabe bekommen, in Arbeitsgruppen zuhause und in der Schule den Stromverbrauch von verschiedenen Elektronik- und Haushaltsgeräten zu messen. Dabei wurden zum Beispiel der PC, DVD-Player oder auch der Fernseher als unbemerkte Stromfresser entlarvt. Großes Staunen rief auch die Berechnung des Energieverbrauchs eines üppig ausgestatteten Jugendzimmers hervor. In der zweiten Doppelstunde des Projekts gaben die beiden Freiburger Pädagogen den Schülern mit einem „Weltspiel Energie- und Klimagerechtigkeit“ außerdem energiepolitische und ethische Denkanstöße: So wurde anschaulich erarbeitet, dass der Energieverbrauch der bevölkerungsärmeren, aber reicheren Länder große Auswirkungen auf die bevölkerungsreichen, aber weniger wohlhabenden Länder hat und dass Reichtum und Ressourcenverfügbarkeit sehr ungleich über den Globus verteilt sind.

Das Fazit der Schüler fiel durchweg positiv aus: Als „interessant“, „überraschend“, aber auch „bedrückend“ wurden die Erkenntnisse aus den vergangenen Unterrichtsstunden bezeichnet.

 

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Text / Foto: K. Ziegler, Realschule Rheinmünster, Web-Publishing: O. Frietsch, 06/2016