Stratasys neuer Kooperationspartner der Realschule Rheinmünster

Bildungsstätte erhält hochmodernen Mehrfarb-3D-Drucker

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Katharina Stein und Andy Middleton von Stratasys, Schulleiter Rolf Schemel, Schülersprecher Leander Müller und Bürgermeister Helmut Pautler

  

Hier beginnt die Zukunft“, mit diesen Worten eröffnete Rektor Rolf Schemel die Feierstunde anlässlich der Kooperationsunterzeichnung mit der am Baden-Airpark ansässigen Firma Stratasys. Der Weltmarktführer in Sachen 3D-Druck wird ab sofort im Rahmen der Bildungsoffensive „Wirtschaft macht Schule“, welche von der IHK und der Handwerkskammer Karlsruhe begleitet wird, ein weiterer Unternehmenspartner der Schwarzacher Realschule sein.

Für leuchtende Augen und große Begeisterung bei den anwesenden Schülern sorgte die zeitgleich stattfindende feierliche Übergabe des Makerbot Replikator Z18, eines hochmodernen Mehrfarb-3D-Druckers. „Dieser Drucker verschafft uns ein Alleinstellungsmerkmal“, so Schemel in seiner Ansprache. Neben der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen habe die Realschule nun drei Schwerpunkte: Das soziale Miteinander und die Peru-Partnerschaft, die musikalische Ausbildung in Bläserklassen und nun auch die besonders fortschrittliche technische Ausbildung. Im November werden die Techniklehrkräfte von Stratasys-Mitarbeitern geschult werden und auch ein zum Drucker passendes Zeichenprogramm soll noch angeschafft werden. Im Technikunterricht wird es somit ab diesem Schuljahr möglich sein, neben dem fräsenden Herstellungsverfahren auch das zukunftsweisende 3D-Druckverfahren zu vermitteln.


Schulleiter Rolf Schemel

Annemarie Herzog von der
IHK Karlsruhe

Andy Middleton von
Stratasys

Bürgermeister Helmut Pautler

 

Andy Middleton, Mitglied des Managements von Stratasys, liegt die Kooperation mit der Realschule Rheinmünster persönlich am Herzen. „Es ist mir wichtig, Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen– und ein Schlüssel hierfür ist die Vermittlung von Bildung.“ Die Schüler könnten durch die Bereitstellung des 3D-Druckers bereits jetzt zukunftsweisende Kenntnisse über dieses moderne Fertigungsverfahren erwerben, welches nach Ansicht Middletons ganze Produktionssparten revolutionieren wird. Er fesselte sodann seine jungen Zuhörer, als er die vielen unterschiedlichen Einsatzbereiche des 3D-Drucks schilderte. So würden Gebissabdrücke beim Zahnarzt bald der Vergangenheit angehören, weil Zahnersatz individuell passend ausgedruckt werden könne. Heute schon würden Teile der Innenausstattung von Autos und auch des Airbus 380 mit 3D-Druckern gefertigt. Auch der Formel-1-Rennstall McLaren nutze dieses Verfahren mittlerweile für die Optimierung seiner Rennwagen.

Bürgermeister Helmut Pautler, der den Kontakt zu Stratasys überhaupt erst vermittelt hatte, verwies in seiner Ansprache auf die rasend schnellen Veränderungen im Sektor der industriellen Produktion. Er sagte der Bildungsstätte seitens der Gemeinde zu, nicht nur weiterhin für gute äußere Rahmenbedingungen zu sorgen, sondern auch jeglichen Anstrengungen, „ die Wirtschaft und Arbeitswelt in die Schule hereinzuholen“, zu unterstützen. Auch Annemarie Herzog von der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe betonte, dass die neue Partnerschaft mit Stratasys alle Beteiligten voran bringe und einen großen Mehrwert in jeder Hinsicht bedeute.


Ehrengäste, Vertragspartner und Redner

Unterzeichnung des
Kooperationsvertrages

Der "Star": Makerbot Replikator Z18

Bläserklasse unter der Leitung
von Herrn Thomas Wertal

Herr Middleton beantwortet
Schülerfragen

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von der Bläserklasse 6b unter Leitung von Thomas Wertal. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzen zahlreiche Schüler die Gelegenheit, Andy Middleton noch persönlich Fragen zu seinem Unternehmen und dessen Produkten zu stellen.

Ein abwechslungsreiches Buffet, hergestellt von der Catering-AG um Lehrerin Angie Sievert, rundete die Feierlichkeiten ab.

 

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Text/Fotos: Katharina Ziegler, Web-Publishing: O. Frietsch, 10/2016