Volles Haus an der Realschule Rheinmünster:

Informationsabend für Viertklässler und deren Eltern stößt auf große Resonanz

 zurück

Im März steht für die Schüler der derzeitigen vierten Grundschulklassen und deren Eltern die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder an. Angesichts der derzeitigen großen Umbrüche in der Bildungslandschaft Baden – Württembergs, sind viele Eltern in diesem Schuljahr besonders verunsichert. Auf überaus großes Interesse stieß demzufolge der Informationsabend, zu dem die Realschule Rheinmünster am frühen Freitagabend eingeladen hatte.

 

Mit „Oh when the saints“ und dem bekannten Kinderlied „Hänsel und Gretel“ begrüßte die Bläserklasse 5b schwungvoll die zahlreichen Besucher in der Aula. Damit lieferten die jungen Musiker eine erstaunliche Leistung ab, denn, wie Bläserklassenleiterin Cindy Huck erklärte, konnten die meisten Schüler dieser Klasse noch zu Beginn des Schuljahres weder Noten lesen noch ein Instrument spielen. Schulleiter Rolf Schemel und Konrektor Thomas Herrmann hoffen, dass der Funke der Begeisterung auf das Publikum übergesprungen ist und freuen sich zusammen mit Cindy Huck auf viele Anmeldungen für die neue Bläserklasse zum kommenden Schuljahr. Im Mai wird dazu noch ein gesonderter Informationsabend stattfinden.

 

Nach einem kurzen Informationsfilm des Kultusministeriums über die Neuausrichtung der Realschule,  folgten seitens der Schulleitung viele weitere Infos, beispielsweise zum neuen Fächerverbund „Biologie, Naturphänomene, Technik“ (BNT) oder zum neuen Unterrichtsfach „Wirtschaft /Berufs- und Studienorientierung“. Da es an den Realschulen in Baden-Württemberg zukünftig auch möglich sein wird, den Hauptschulabschluss zu erwerben, werden die Lerngruppen zunehmend heterogener zusammengesetzt sein. Dies stelle, so Schemel, zwar eine große Herausforderung dar, jedoch sei die Realschule Rheinmünster auch hier gut aufgestellt: Mit der Einführung von Instrumenten wie Diagnosetests in den Eingangsklassen, dem Fach „Individuelle Förderung“ (IF), dem Angebot an Stütz- und Förderkursen auf verschiedenen Niveaus, sowie zahlreichen Maßnahmen zur Berufsorientierung hat die Realschule bereits jetzt auf die kommenden Veränderungen reagiert.

 

Im Anschluss an den Vortrag in der Aula,  luden die beiden Schulleiter die Besucher dazu ein, in den Fachräumen mit allen Sinnen zu erfahren, weshalb die Realschule, Realschule heißt: Mithilfe zahlreicher Realien konnte man physikalische und chemische Phänomene begreifen, sich von optischen Täuschungen verblüffen lassen oder im Chemiesaal seinen Geruchs- und Geschmackssinn auf die Probe stellen. Für viel Vergnügen sorgten die von Schülern hergestellten elektrischen Geschicklichkeitsspiele im Werkraum. Einen Einblick in die Inhalte des Faches MuM, zukünftig „Alltagskultur, Ernährung und Soziales“ bot sich im Obergeschoss, wo zahlreiche Werkstücke wie z. B. Patchworkdecken, zu bewundern waren.

 





 

 zurück

 

Text / Fotos: Katharina Ziegler, Web-Publishing: Lea S. , 03/2016