Schule adé – Ruhestand olé!

Ulrike Engels nach 30 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet

 

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In einer Feierstunde verabschiedete die Schulgemeinde der Realschule Rheinmünster am letzten Schultag mit Ulrike Engels eine langjährige und allseits geschätzte Kollegin in den Ruhestand. Die Realschullehrerin für die Fächer Mathematik und Bildende Kunst stand nun insgesamt dreißig Jahre im Dienst des Landes Baden-Württemberg.

Nach ihrem Studium in Freiburg trat sie im Jahre 1978 ihren Vorbereitungsdienst an der Realschule in Emmendingen an und wechselte nach erfolgreichem zweiten Staatsexamen ein Jahr später an ihre erste Dienststelle in Baiersbronn, wo sie bis zur Geburt ihrer ersten Tochter wirkte. Nach längerer Eltern- und Familienzeit kam Ulrike Engels schließlich im Jahr 1993 an ihre jetzige Dienststelle an der Realschule Rheinmünster, wo sie 2012 auch ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte.

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, stellte Ulrike Engels in ihrer Ansprache an das Kollegium fest und spielte damit auf die Tatsache an, dass sie mit ihrer Pensionierung nicht ganz bis zum Erreichen des Pensionsalters habe warten wollen. Ihr Ziel sei es gewesen, ihren Beruf bis zum letzten Arbeitstag mit Freude, hoher Motivation und viel Kraft ausführen zu können – und dieses Ziel habe sie nicht zuletzt auch dank der besonderen, an Erfolg und partnerschaftlicher Zusammenarbeit interessierten Eltern –und Schülerschaft an der Schwarzacher Realschule erreichen können.

Dass Ulrike Engels bis zum Schluss eine äußerst engagierte Pädagogin geblieben ist, bescheinigte ihr auch Schulleiter Rolf Schemel in seiner Laudatio. „Dein Engagement lag oft weit über deiner Anzahl an Unterrichtstunden“, führte Schemel aus und erinnerte an Engels‘ Arbeit als Klassenlehrerin mit Herzblut, als Fachvorsitzende in den Fächern MuM und BK, an ihre Bereitschaft, immer wieder Referendare als Mentorin zu betreuen, aber auch an ihr unermüdliches Engagement für die Peru-Partnerschaft der Schwarzacher Bildungsstätte. So sei Ulrike Engels beispielsweise eine der wenigen Kolleginnen, die die langjährige peruanische Partnerschule in Chancay tatsächlich auch persönlich besucht habe. Zudem habe Ulrike Engels viele bleibende Spuren im Schulhaus hinterlassen: Vom Entwurf des heute stets verwendeten Schulwappens über Gipsskulpturen in der Aula, ein Street-Art-Kunstwerk vor dem Eingang des B-Baus oder zuletzt eine Unterwasserlandschaft im A-Bau und eine Weltkarte, die die Herkunftsländer der Schüler aufzeigt – dies alles sind Beweise für Ulrike Engels‘ kreative Innovationskraft und für ihre Kunstbegeisterung.

„Auch dank dir ist das Baden-Badener Frieder-Burda-Museum eine Erfolgsgeschichte geworden“, scherzte Alt-Lehrer Rainer Wagner in seiner Ansprache im Namen der versammelten Realschulpensionäre. Ganze Schülerscharen habe Ulrike Engels dort mit zeitgenössischen Künstlern vertraut gemacht und dafür gesorgt, dass der ein oder andere wie sie selbst seine Liebe zur Kunst entdeckt.

Dass Frau Engels eine große Lücke hinterlassen wird, zeigte sich auch an den vielen Abschiedsgeschenken, die sie von verschiedenen Gruppen des Kollegiums erhielt. Der Lehrerchor sang in einem von Sekretärin Sibylle Kistner eigens gedichteten Lied „Schule adé – Ruhestand olé“ und von der Kunstfachschaft bekam Engels sogar den „Oskar“ für ihre Verdienste im Fach BK verliehen.

 


 

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Text/Fotos: Katharina Ziegler, Web: O. Frietsch, 08/2017