Realschule Rheinmünster verabschiedet zwei Kolleginnen

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Alrun Herwig, Schulleiter Rolf Schemel, Marianne Spettnagel-Scheider (v.l.)


In einer familiär gestalteten Feierstunde verabschiedete die Realschule Rheinmünster am letzten Schultag gleich zwei Kolleginnen: Marianne Spettnagel-Schneider wird zunächst in ein Sabbatjahr gehen und dann anschließend, nach über 40 Dienstjahren, den Ruhestand antreten. Die in Freiburg geborene und in Gottenheim am Tuniberg aufgewachsene Lehrerin für Deutsch und katholische Religionslehre unterrichtete zunächst in Möckmühl und in Neckarsulm, und war von 1998 bis 2006 an der Realschule in Rastatt tätig. Seit dem Jahr 2006 arbeitete sie mit kurzen Zwischenstationen an den Realschulen in Baden-Baden und in Bühl an der Schwarzacher Bildungsstätte. Mit großem Engagement hat die literatur- und kulturbegeisterte Lehrerin dort über Jahre hinweg die Theater-AG geleitet und mit deren Auftritten viele Schulveranstaltungen bereichert. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Ihrem Ruhestand auch einmal an sich selbst denken, und nicht nur andere“, wandte sich Schulleiter Rolf Schemel an die scheidende Kollegin, die in ihrer Freizeit unzählige Ehrenämter im kirchlichen, kulturellen und sozialen Bereich ausübt und auch als Autorin tätig ist. Die Fachschaft katholische Religion verabschiedete sich mit einem Gedicht, und die Kollegen aus dem Fach Deutsch überreichten der reisebegeisterten Kollegin, die im November eine Reise nach Indien antreten wird, einen selbstgestalteten Reiseführer.



Nach 44 Jahren im Dienste des Landes Baden-Württemberg musste Rektor Rolf Schemel mit der Ottersdorferin Alrun Herwig außerdem eines der letzten „Urgesteine“ der Realschule Rheinmünster in den Ruhestand verabschieden. Nach der ersten Dienstprüfung im Jahre 1976 und kurzen Stationen an Schulen in Gaggenau und in Sinzheim kam die engagierte Pädagogin bereits im November 1980 an ihre jetzige Wirkungsstätte in Schwarzach. Sie lehrte an der Schwarzacher Realschule die Fächer Mathematik und Biologie bzw. NWA und hatte viele Jahre auch den Fachvorsitz des naturwissenschaftlichen Fächerverbundes NWA inne. Herwig war bei allen am Schulleben Beteiligten aufgrund ihrer bescheidenen, aber engagierten und liebevollen Art überaus geschätzt und beliebt und wurde deshalb viele Jahre in Folge zur Verbindungslehrerin gewählt. Die tollen Projekte, die sie zusammen mit der SMV (Schülermitverantwortung) verwirklichte, schafften es so denn auch dreimal ins Heft des Regierungspräsidiums.


 

Herwig sei nicht nur zahlreichen Lehramtsanwärtern eine kompetente Mentorin gewesen, sondern habe auch ihr Amt als Klassenlehrerin stets mit großer Hingabe und Leidenschaft ausgeübt, so Rektor Rolf Schemel. In den zahlreichen Laudationes auf die scheidende Pädagogin wurde deutlich, dass Herwig mit ihrer Aufmerksamkeit für ihre Mitmenschen und ihrem stets offenen Ohr für Sorgen eine „Insel der Empathie“ innerhalb der Schulgemeinschaft war. „Du hast für diese Schule gelebt, sie war dir eine zweite Heimat“, führte Rektor Rolf Schemel aus und dankte Herwig für ihre bis zuletzt immer konstruktive und engagierte Mitarbeit.


Noch einige Eindrücke von der kleinen Feierstunde:





Wir wünschen beiden Kolleginnen alles Gute und eine schöne Zeit außerhalb des Schuldienstes!

Wir sehen uns! .... 


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Fotos/Text: Katharina Ziegler, Web: O. Frietsch. 08/2018