Klasse 6a beim Museumsgang

Besuch im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM)

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Nicht „Berühren verboten“ hieß es – im Gegenteil, die meisten Exponate des ZKM in Karlsruhe verlangen geradezu nach Interaktion mit dem Besucher.

Wie Zauberei erschien es den Schülerinnen und Schülern zunächst, als sie sich mit wildfremden, noch nie gesehenen Menschen auf einem Sofa sitzend auf einem Großbildschirm erblickten. Des Rätsels Lösung: Ihr Foto wurde mit dem anderer Besucher kombiniert, die mit Hilfe des Bluebox-Verfahrens eine Etage tiefer aufgenommen wurden.

Bei einem anderen Kunstwerk konnten die Schülerinnen und Schüler auf der Leinwand schwebende Seifenblasen durch Berühren beeinflussen, entweder ihre Richtung ändern oder sie sogar zerplatzen lassen.

Selbstbewusstsein und Kreativität zeigten diejenigen, die auf einer Bühne agieren mussten und deren Bewegungen für alle Besucher sichtbar ins Museum übertragen wurden.

Gut eingestimmt durch diese außergewöhnlichen Kunstwerke erwarteten die Schülerinnen und Schüler den zweiten Teil des ZKM-Besuchs: Die Workshops.

Achim gab der Gruppe „Digitales Daumenkino“ eine Einführung in das Zeichenprogramm Paint: Wie wird dupliziert, wie ausgeschnitten, wie coloriert, wie eine Figur im Bild gedreht ... Im perfekt ausgestatteten Arbeitsraum gestalteten je zwei Schülerinnen oder Schüler an einem PC das von ihnen geplante Thema. Bildchen nach Bildchen entstand auf dem Bildschirm und sie wurden zum Schluss zu einer kleinen bewegten Geschichte zusammen gefügt.  

Eher an eine Künstlerwerkstatt erinnerte der Arbeitsplatz der Gruppe „Trickfilm“. Fanny ermunterte hier die Schülerinnen und Schüler, eine Geschichte zu planen, die Kulisse und die Figuren zu gestalten und erklärte die Funktionsweise der Trickfilmkamera. Ohne große Diskussionen war die Arbeitsaufteilung in den drei Gruppen vollzogen: Mancher fühlte sich zum Regisseur oder zur Kamerafrau berufen, andere betätigten sich geschickt als Requisiteurin oder Bühnenbildner. Voll Anerkennung wurden später die fertigen Produkte betrachtet.

Und Goethes Ausspruch „Was man schwarz auf weiß besitzt, ...“ wurde neuzeitlich interpretiert zu „Was man auf CD gebrannt hat, kann man getrost nach Hause tragen“. Mit den erstaunlichen Resultaten in den Rucksäcken machte sich die Klasse auf in Richtung Stadtmitte.

 Der Regen hatte aufgehört und nun war Gelegenheit, in kleinen Gruppen gemütlich durch die Innenstadt zu schlendern, ein bisschen an den Schaufenstern vorbeizubummeln oder bei einem kleinen Imbiss neugierig die Leuten zu beobachten. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler jedoch rannte, wie von Wespen gestochen, die Kaiserstraße hinab und begab sich schnurstracks ins Gasthaus zum „Goldenen M“. Es muss ihnen köstlich geschmeckt haben, denn pünktlich zum abgemachten Termin fanden sich alle wieder gut gelaunt und mit Fähnchen ausgerüstet an der Pyramide ein.

 Karlsruhes Entstehungsgeschichte und seinen Grundriss, seine hohen Gerichte, seine technischen Innovationen, wie z. B. die erste E-Mail, erläuterte Klassenlehrerin Ulrike Engels auf einem kleinen Spaziergang zum Schloss.

 In den letzten Sekunden vor Abfahrt der Straßenbahn erstanden noch einige Schülerinnen und Schüler Rosen als Mitbringsel für ihre Mütter und zufrieden machten sich alle auf den Heimweg!

 

Herzlichen Dank sagt die Klasse 6a ihrer

Klassen- und Fachlehrerin Ulrike Engels

für den tollen und aufregenden Ausflug ins ZKM in Karlsruhe.

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U. Engels, 06/2010, Fotos: U. Engels , WEB-AG: Kai Weber, Alexander Baumann, O. Frietsch