BK-Gruppe Klasse 9 unterwegs

Besuch im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe

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Am 4. Juli  traf sich unsere BK-Gruppe, die sich aus einem Teil der Klasse 9c und der 9d zusammensetzt, bei strahlendem Sonnenschein am Busbahnhof in Schwarzach. Von dort aus starteten wir mit dem Bus nach Bühl, wo wir mit der Bahn in Richtung Karlsruhe weiterfuhren. Als wir gegen 9:45 Uhr an unserem Zielort Karlsruhe angekommen waren, machten wir uns gleich auf den Weg zu dem 25 Jahre alten Gebäude: Das ZKM.

Schon bevor wir es betraten, fiel uns ein außergewöhnliches Werk vor dem Museum auf.  Es war ein riesiges Kunstwerk aus unzähligen alten, gebrauchten Boxen und Lautsprechern, aus denen sogar Musik ertönte.

Um zehn Uhr konnten dann unsere Führungen  durch die Kunstgalerie in  zwei Gruppen beginnen, eine wurde von Herrn David Howaldt. Er machte uns schon zu Beginn klar, dass wir nicht alle 200 Kunstwerke des Museums sehen könnten, da die Zeit dafür  fehlen würde. Trotzdem konnte er uns sehr viele Kunstwerke verdeutlichen und näher erklären, z.B.  was hinter der Idee der Künstler und Entwickler stecken könnte. Beispielsweise erklärte er uns an Hand einer Liege, dass Kunstwerke nicht nur dazu beitragen  sollen die Geräusche zu hören, sondern sie auch dazu geschaffen wurden, sie förmlich zu spüren. Wenn man auf dieser Liege lag, konnte man das Geräusch nicht nur hören, sondern auch synchron dazu fühlen, wie eine Art  Vibration aus der  Liege den Körper entlang ging. Umgekehrt verlief das Kennenlernen  bei einem anderen Kunstwerk, das hauptsächlich aus Pflanzen bestand. Sobald man diese Pflanzen etwas länger berührte oder streichelte, konnte man erstaunlicherweise ein Geräusch wahrnehmen. Je mehr Besucher die Pflanzen berührten, desto lauter wurde das Geräusch. All diese genannten Kunstwerke konnten wir im Erdgeschoss des ZKM bewundern.

Im ersten Stockwerk ging es dann mit einem Kurzfilm, der den Namen „Tango“ trug, weiter. Er entstand in der analogen  Technik, das heißt, dass man damals nur einen Raum hatte, in dem man sehr viele unterschiedliche Szenen einzeln gefilmt hat,  um diese dann am Ende zusammen zu schneiden. Die Schauspieler  spielten sozusagen ihre Szene immer wieder nur in diesem einen Raum. Das hat natürlich zu Folge, dass der Film überfüllt und durcheinander wirkt.

So kann man klar sagen, dass die Werke im ZKM nicht nur aus der Kunst heraus entwickelt wurden, sondern auch durch Technologie entstanden sind. Zudem werden in diesem außergewöhnlich tollen Museum auch die Räume den Kunstwerken angepasst und nicht umgekehrt. Wenn ein Kunstwerk besonders groß ist, werden die Wände eben dementsprechend aufgebaut. Wenn ein Kunstwerk nur im Dunkeln wirkt oder funktioniert, wird auch ein Teil dafür abgedunkelt. So entsteht nicht das „typische Museum“, bei dem jeder Raum aussieht wie der andere oder die Wände und Decken identisch mit denen im Nebenraum sind. Es ist also kein gewöhnliches Museumsgebäude. Bevor sich das ZKM 1997 in dem Gebäude einrichtete und einzog, wurden dort Garne hergestellt. 

Nach einer guten Stunde neigte sich die Führung dem Ende zu. Jedoch hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit das Museum selbst zu erkundigen. Anschließend fuhren wir  zum Bundesverfassungsgericht im Schlossgarten, wo zwei Mitschüler aus der 9 c die wichtigsten Fakten zum BVG vortrugen. Alle verfolgten interessiert dieses Thema aus dem Bereich EWG der Klassenstufe 9. Weil gerade an diesem Vormittag in Karlsruhes Nordstadt eine schreckliche Bluttat passierte, wurde der Vortrag durch Blaulicht und Sirenengeheul bisweilen unterbrochen.  Anschließend erkundeten wir in Kleingruppen die Innenstadt von Karlsruhe und konnten noch den  sonnigen Tag genießen , bevor wir uns wieder auf die Heimreise begaben.

 Wir danken unserer BK-Lehrerin Ulrike Engels und EWG-Lehrer Rainer Wagner

für einen interessanten Ausflug nach Karlsruhe.

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Text: Frauke Wollensack, 9d              Web-AG: Melanie Lang; Laura Prisco