So macht Oper den Schülern Freude und Spaß

 Tourneetheater „Piccolino“ führte „Kleine Zauberflöte“ auf

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Wer bisher geglaubt hatte, Opern seien für Kinder eher langweilig, der wurde in der Schwarzacher Festhalle eines Besseren belehrt. Auf dem Programm stand „Die kleine Zauberflöte“, aufgeführt vom Wiener Kinderoperensemble „Piccolino“. Die gekürzte und kindgerechte Fassung der von Wolfgang Amadeus Mozart 1791 komponierten Oper „Die Zauberflöte“ begeisterte die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Realschule Rheinmünster.

Drei junge Schauspieler, Studenten des Wiener Konservatoriums und der Musikhochschule, verkörperten die Hauptrollen Tamino, Pamina und Papageno. Weitere Rollen wurden durch eine Vielzahl von Mitteln ersetzt, durch Masken, überdimensionale Puppen oder schlicht durch eine Stimme aus dem Off.

Von Anfang an wurden die Schüler in das Geschehen miteinbezogen und waren voll Spannung und Begeisterung mit dabei. Sie lachten über den komischen Vogelhändler, sie fühlten mit dem zum Schweigen verurteilten Tamino und  bewunderten die Schönheit der jungen Prinzessin Pamina.  

Sehr beeindruckend wurden die großen Puppenköpfe der Königin der Nacht und des Hohenpriesters Sarastro erlebt, die mit beweglichem Mund ihre Rollen sprachen und sangen.

Mozarts meisterhafte Musik kam aus der Technik, aber die beiden Tenöre und die Sopranistin füllen die Gemeindehalle mit stimmgewaltigen und leidenschaftlichen Arien. Die Sänger verließen dazu auch die Bühne und bescherten so den Schülern ein für Opern eher seltenes „Hautnah-Erlebnis“.

Die Sprechtexte der Schauspieler wurden für die jungen Zuschauer besonders bearbeitet und kamen entsprechend an: Da schauen der Prinz und Papageno schon einmal durch eine „virtuelle Brille“, gewettet wird um eine leckere Curry-Wurst mit Pommes und Papageno telefoniert per Handy, nachdem er zuvor einen Riesen-Hamburger verspeist hat.

Der Förderkreis der Realschule hatte durch seine finanzielle Unterstützung diese Veranstaltung ermöglicht. Die anwesenden Lehrkräfte stuften die Aufführung als pädagogisch wertvoll und sinnvoll ein, denn sie brachte den Kindern die Oper sehr kindgerecht nahe, durchaus auch als Gegenpol zu sonstigen Mediendarbietungen, die Kindern zugemutet werden. 

Bildergalerie

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 Bericht: N. Krippl/R. Wagner, Fotos: U. Engels, Web-AG: O. Frietsch, 01/2009