Bewerbung schreiben - einen Lebenslauf verfassen

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Die optimale Bewerbung


1. Schritt: Die Vorbereitungen

Bevor man sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte man sich auf jeden Fall genauer über das Unternehmen informieren. Fast jede Firma hat mittlerweile eine eigene Homepage, auf der du Wichtiges über deinen potenziellen Arbeitgeber nachlesen kannst, z.B. über die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen.

Die Bewerbung sollte an einen Ansprechpartner gerichtet sein. Ist dieser in der Anzeige/Info nicht angegeben, rufst du in der Firma an und erkundigst dich danach. Ein angenehmer Nebeneffekt dabei: Du kannst dich im Anschreiben auf das Telefonat beziehen!

2. Schritt: Das Anschreiben

Für das Anschreiben sollte man sich Zeit nehmen. Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sind Fähigkeiten (z.B. Fremdsprachen) und Praktika wichtiger als „Dynamik“ und „Teamgeist“. Auf keinen Fall darf sich das Anschreiben so lesen, als wäre es aus einer Vorlage entnommen. Also, keine Standardformulierungen wie "Hiermit bewerbe ich mich ..."

Was hat dich zur Bewerbung motiviert? Und welche Voraussetzungen bringst du mit? Bewirbst du dich um einen technischen Beruf, so erwähne unbedingt deine technische Begabung! (Allerdings darfst du auch keine Märchen erzählen!) Sofern vorhanden, gehören entsprechende Praktikumsbescheinigungen mit in die Bewerbung. Solltest du neben der eigentlichen BORS - Woche in Klasse 9 noch weitere (freiwillige und testierte) Betriebs- und Arbeitsplatzerkundungen abgeleistet haben, so lege diese unbedingt bei – sie zeigen dein Engagement!

Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine Seite umfassen. Du solltest die Bewerbung auf jeden Fall Korrektur lesen lassen, z. B. von einem Lehrer oder den Eltern. Und: Sind Firmenbezeichnung und Ansprechpartner richtig geschrieben?

3. Schritt: Der Lebenslauf

Der Lebenslauf muss übersichtlich und vor allem vollständig sein. Lücken machen misstrauisch!

Stelle deine Schullaufbahn im Detail dar. Teile dem Unternehmen mit, wann du voraussichtlich deinen Abschluss machen wirst. Liste deine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten auf. Erwähne auch unbedingt längere Auslandsaufenthalte (Schüleraustausch etc.) oder ehrenamtliche Tätigkeiten (z.B. im Sportverein). Besondere Ämter und Positionen in der Schule (z.B.: SMV) dürfen nicht fehlen, sie zeugen von deiner Sozialkompetenz!

4. Schritt: Das Bewerbungsfoto

Finger weg von einem Passbild aus dem Automaten! Beim Profi zahlst du zwar mehr, erhöhst aber auch deine Chancen nicht von vornherein aussortiert zu werden. Auf der Rückseite des Fotos sollte auch dein Name stehen. Wenn du bei deiner Bewerbungsmappe ein Deckblatt anlegst, könntest du mit einem sauber gescannten Bild auf der ersten Seite (mit ganz wenig Text: Der junge Mann, der Ihr Team verstärkt ...) schon einmal auf dich aufmerksam machen und deine PC – Fähigkeiten untermauern!

5. Schritt: Zeugnisse und sonstige Bescheinigungen.

Denk daran, die Kopien aller relevanten Zeugnisse beizulegen. Bei Ausbildungsplätzen ganz wichtig: Oft wollen Unternehmen mehrere Zeugnisse sehen, um die Entwicklung der Noten zu überprüfen. Eine stetige Aufwärtsentwicklung ist natürlich besser als ein permanenter Abstieg – insbesondere darfst du gegen Ende der Schulzeit nicht schlapp machen!!

Lege deiner Bewerbung außerdem alle relevanten Praktikabescheinigungen/Testate bei. Die richtige Portion "Extrawissen" ist gefragt. So kann die Teilnahme an einer Theater-AG oder die Mitarbeit an der Schülerzeitung bei einer Bewerbung im kreativen Bereich sehr nützlich sein.

6. Schritt: Die richtige Form

Die Bewerbungsmappe sollte ein Klemmordner sein. Lose Zettel sind tabu.

Auch eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sollte auf jeden Fall am Computer geschrieben werden, nicht per Hand oder an der Schreibmaschine.

Aber Achtung: Bei einer Schriftart bleiben und Hervorhebungen (fett, kursiv, unterstreichen) nur benutzen, wenn dies unbedingt nötig ist.

Das Anschreiben und den Lebenslauf musst du eigenhändig unterschreiben, am besten mit einem Füller in schwarzer oder blauer Farbe. (Eine so genannte „Doktorunterschrift“ macht sich nicht sehr gut!)

7. Schritt: Der Test

In vielen Unternehmen ist es üblich, Bewerber um einen Ausbildungsplatz einem Test zu unterziehen. Hier werden sowohl Rechtschreibung und Allgemeinbildung als auch Rechnen, logisches Denken und Wissen über das Unternehmen abgefragt. Auch hier solltest du gut vorbereitet sein. Testunterlagen findest du in der Schule, bei der Agentur für Arbeit oder bei Versicherungen und Banken.

8. Schritt: Das Vorstellungsgespräch

Wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, kannst du dich schon einmal freuen. Du bist noch dabei! Jetzt bloß nicht nachlassen, die richtige Vorbereitung ist alles! Informiere dich noch genauer über das Unternehmen!

Beim Vorstellungsgespräch solltest du versuchen möglichst frei zu sprechen, d. h. du setzt am besten das um, was man dir in der Schule beim Präsentieren und Darstellen beigebracht hat!. Selbstbewusstsein schadet nicht, wenn du keine Arroganz an den Tag legst. Du musst dein Gegenüber nur freundlich und höflich davon überzeugen, dass du der/die Richtige für diese Ausbildung bist. Du kannst beruhigt deine Fähigkeiten (tatsächliche) ansprechen und deutlich machen, warum du dich gerade für dieses Unternehmen interessierst. Wenn man dich nach weiteren Bewerbungen fragt, so solltest du bei der Wahrheit bleiben:

Gute Leute werden auch in anderen Betrieben benötigt.

Und nun ein paar Tipps, um eine Bewerbung zu schreiben:

Eine exemplarische Bewerbung mit fertigem Lebenslauf als Word Datei herunterladen:

Download (Beispiel)

Weitere  Hilfen findest du im Internet, zum Beispiel auf der Homepage des Arbeitsamtes unter dem folgenden Link:

Tipps zur Bewerbung

Du findest hier Angaben zu Bewerbungsunterlagen, zum Auswahltest und zum Vorstellungsgespräch.

Wenn das nicht reicht, dann lasse dich hier beraten:

Weiter Tipps zur Bewerbung

 

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Stand: 02/2016, Web: O. Frietsch