Partnerschaft bereits seit 1989!

Partnerschaft der Realschule Rheinmünster mit dem
Colegio Estatal „Cesar Vallejo" in Chancay/Peru

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Chancay liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Lima, der Hauptstadt Perus, an der Küste (Wüstenregion) und hat ca. 20.000 Einwohner. Die Menschen leben von der Arbeit in der Fischindustrie, vom Kleinhandel oder von Tagesjobs.
In Peru besteht zwar Schulpflicht und es wird auch kein Schulgeld erhoben, aber man muss eine Schuluniform tragen. Viele Familien benötigen die Mitarbeit der Kinder zum Überleben, so dass etliche Kinder nur unregelmäßig zur
Schule gehen. Auch die Kosten für die Schuluniform ist für manche Familien nicht zu bezahlen.

An dem Colegio Estatal werden mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 16 Jahren in 5 Klassenstufen unterrichtet. Ein Schuljahr besteht aus 3 Zyklen, so dass insgesamt 15 Zyklen durchlaufen werden müssen. Die etwa vierzig Lehrkräfte arbeiten schichtweise vor- und nachmittags, denn aus Mangel an Unterrichtsraum können nicht alle Schüler gleichzeitig unterrichtet werden.

Ein Klassenzimer mirt Schülern in der typischen Uniform

Die Schule genießt bezüglich des Mädchensports und der Theatergruppe großes Ansehen. Besonders die Theatergruppe wurde schon mit Landespreisen ausgezeichnet.

Bereits seit 1989 besteht unsere Partnerschaft mit dem Colegio Estatal „Cesar Vallejo" in Chancay. Die ersten Kontakte wurden über den ehemaligen Pfarrer von Lichtenau-Ulm, Paul Wieland, aufgebaut. An der dortigen Schule übernahm Pater Antonio die Koordination und war für uns die entscheidende Kontaktperson.

Wir baten das Colegio, uns Projekte zu nennen, die wir finanziell unterstützen könnten. Als Wunsch wurde der Bau einer Bibliothek genannt, damit man in Chancay den Schülern Bücher zum Lesen und Lernen zur Verfügung stellen könne. Im November 1991 konnte Pater Antonio dann vermelden, dass mit unserer Unterstützung ein Bibliothekenraum gebaut und eingeweiht werden konnte. Über die ganze Entwicklung des Baues bis zu seiner Fertigstellung wurden uns Fotos zugesandt.

In den folgenden Jahren konnten über der Bibliothek ein Besprechungszimmer und ein Gemeinschaftsraum errichtet werden. Darin kann die Schule verschiedene Kurse unterbringen, Vorträge ermöglichen und Elternabende abhalten. Zwei weitere Räume für den Informatikunterricht wurden fertig gestellt. Danach wurde der 3. Stock des Anbaues in Angriff genommen und ein Raum für Theateraufführungen und ein Labor für den naturwissenschaftlichen Unterricht untergebracht. Diese Räume sind inzwischen fertig gestellt.

Der neue Anbau wurde 2005 im Rahmen eines großen Schulfestes eingeweiht. Die Innenausstattung und weitere Renovationen sind geplant. Dazu wollen wir mit unserer finanziellen Unterstützung beitragen.

Für uns ist es kaum vorstellbar, dass mit unseren geringen Spenden dieses Werk möglich war. Aber die unerwartete Hilfe von außen hat die dortigen Eltern motiviert, ebenfalls Geld zu sammeln und Eigenarbeit einzubringen. So wurde das Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" umgesetzt.

Blick auf das fertige Gebäude

P. Antonio hat an uns die Bitte: "Wir hoffen, dass Sie uns auch weiterhin helfen, um die Bande der Geschwisterlichkeit mit dieser geschundenen 3. Welt aufrecht zu erhalten... Ich hoffe, dass der "Perutag" eine dauerhafte Einrichtung bleibt."

Pater Antonio wurde inzwischen nach Lima versetzt, aber er kümmert sich nach wie vor um unsere Partnerschaft

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Nikolaus Krippl / WEB-AG: Alexander Meier (aktualisiert: November 2011)