Peru – Tag mit großem Zuspruch – Zahlreiche Gäste beim Tag der offenen Tür

Unsere Schule zeigte großartige Solidarität

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Zum achtzehnten Mal veranstalteten wir am 25. November den traditionellen Peru-Tag, der die Verbundenheit mit der Partnerschule Colegio Estatal „César Vallejo" in Chancay/Peru zum Ausdruck bringt. Der von der Erzdiözese Freiburg ins Leben gerufene Austausch mit einer peruanischen Schule, an unserer Realschule von Lehrer a. D. Karl Bechtold umgesetzt, nahmen wir natürlich wieder zum Anlass, bei einem Tag der offenen Tür ein Fest mit Präsentationen, Ausstellungen, Vorführungen, Informationsständen und musikalischen Darbietungen zu gestalten. Der Reinerlös der Veranstaltung fließt auch in diesem Jahr in den Ausbau und die Ausstattung der Partnerschule in Chancay, einer rund 80 km nördlich der Hauptstadt Lima gelegenen Küstenstadt.

Die gesamte Schulgemeinde aus Eltern, Schülern, Lehrkräften und Schulträger machten beim diesjährigen Tag der offenen Türen deutlich, dass die Unterstützung mit der südamerikanischen Partnerschule für uns alle zur Herzensangelegenheit herangewachsen ist. Die vom Elternbeirat übernommene Bewirtung mit Kaffee und Kuchen (ganz tolle Angebote!), unterstützt durch die Helfer aus der neunten Klassenstufe, und die zahlreichen Angebote zur Einsicht in unsere alltägliche Lehr- und Lernarbeit überzeugten die zahlreichen Besucher, unter denen sich auffallend viele ehemalige Schülerinnen und Schüler befanden.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Frau Beate Weber, und Rektor Nikolaus Krippl freuten sich über „diese Art der Verbundenheit mit der alten Schule". Neben den fair gehandelten Produkten des „Eine-Welt-Laden" aus Bühl machte insbesondere auch die Ausstellung „Farbe bekennen. Gegen globale Armut" auf den Grundgedanken der Solidarität mit einem Land der Dritten Welt aufmerksam. Die Ausstellung forderte zur Bekämpfung der Armut in der Dritten Welt auf.

Wir nutzten diesen Tag natürlich auch dazu, die Türen der einzelnen Räumlichkeiten weit zu öffnen und das gemeinsame Lehren und Lernen von Lehrkräften und Schülern darzustellen. Anziehungspunkte waren wieder einmal die vom Schulträger, die Gemeinde Rheinmünster, vorbildlich ausgestatteten Computerräume mit dem Angebot für Lernspiele und die Fachräume des Fächerverbundes Naturwissenschaftliches Arbeiten, d. h. der Chemie- und Physiksaal. Die Experimente gingen auf unsere glanzvolle Beteiligung bei der Veranstaltung der „Science Days" im Europark Rust zurück; die Modelle und Versuchsanordnungen im Physiksaal waren wieder bei jenen gefragt, die den Phänomenen der Natur auf die Spur kommen wollten.

Dass Mathematik spielerisch erlernt und verstanden werden kann, zeigten Fachlehrer bei den Spielen und Modellen im Raum „Mathematik zum Anfassen", eine Präsentation, die erstmalig stattfand und gleich großen Zuspruch bekam.

Eine Theatergruppe (Klasse 6c) brachte mit Regisseur Olaf Frietsch die Taten Robin Hoods im Sherwood-Forest auf die Bühne; die Texte für die kleinen Schauspieler wurden natürlich in englischer Originalsprache dargeboten.

Die stets aktuelle Schülerzeitung „Pennebläddl", die auf der Homepage der Schule erscheint, sowie die Vertreter der Schüler-Mitverantwortung zeigten auf Präsentationswänden ihre Beiträge zu einer lebendigen Schule. Die Abschlussklassen wiederum stellten die erst vor wenigen Tagen abgeschlossenen Studienfahrten nach Prag bzw. London digital und plakativ den interessierten Besuchern vor.

Im Bereich Technik und Mensch und Umwelt konnten die möglichen Realschüler von morgen bereits praktische Fertigkeiten zeigen und umsetzen. Die Abteilung Musik bot eine Grundeinstellung des alltäglichen Lernens an einer Realschule an und stellte mit dem Slogan „Mit Musik geht alles besser" fest, welcher Stellenwert dieses musische Fach heute besitzt. Ein Schwerpunkt in der Klassenstufe 9 bildet der Weg zur Berufsfindung. Ausführlich und vielschichtig konnten die zukünftigen Auszubildenden ihre ersten Erfahrungen mit der Arbeits- und Berufswelt darstellen, ein Thema, das im Rahmen der „Berufsorientierung in der Realschule" (BORS) einen sehr breiten Raum einnimmt.

Die Künstler aus den Stufen 5 bis 9 glänzten im BK-Raum mit ihren Zeichnungen, Objekten und Collagen.

Unsere angebotene Solidarität stößt bei den Peruanern auf dankbare Partner. Regelmäßig melden die Lehrkräfte und Schüler des Colegio Estatal „César Vallejo" aus Chancay ihren „gesegneten Brüdern in Deutschland" ihre Fortschritte beim Ausbau ihrer Bildungseinrichtung, die zu einem großen Teil auf die Spendengelder des „Peru-Tages" unserer Realschule zurückzuführen sind. Schon deshalb wollen die Verantwortlichen dieses außergewöhnlichen Engagements, insbesondere der Elternbeirat und der Förderkreis, die Aktionen auch in den kommenden Jahren nicht nur beibehalten, sondern nach Möglichkeit sogar ausbauen.

Allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön

für den engagierten Einsatz bei unserem traditionellen Peru-Tag!

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R. Wagner / J. Reichert 11/2007